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Supermarine Spitfire HF Mk VIIIc  

D-FEUR

Serial 6S/583793

Am 5.April 2010 wurde das Flugzeug wurde von Captain Pete John von England, genauer von Filton Airbase nach Bremgarten überführt. Es war schon ein ganz spezieller Moment als die Spitfire einschwebte. 

           

           

Zeit, sich etwas mit diesem sehr seltenen Flugzeug auseinanderzusetzen. Über die historische Entwicklung der Spitfire zu referieren würde hier Seiten füllen, hierüber gibt es im World Wide Web auch genügend hervorragende Ressourcen.  

Die Geschichte dieser  Spitfire ist sehr interessant, es lohnt sich also darauf einzugehen.  

Gebaut wurde diese Spitfire in der „Supermarine´s Southampton Factory“ im Jahr 1944. Das Flugzeug wurde danach an die Royal Air Force im September 1944 ausgeliefert und mit der taktischen Kennung MV154 versehen und der 6MU zugeordnet. Diesen „ferry flight“ von Southampton nach Brise Norton wurde von der damals 19 jährigen Mary Wilkens (ein sog. „ATA-girl“) durchgeführt. Diese junge Dame hatte übrigens ratings für 72 unterschiedliche Flugzeugtypen. Diese „ATA-girls“ vollbrachten nahezu übermenschliche Flugleistungen mit der Überführung von Flugzeugen an die airbases. Sie flogen unbewaffnet, mit schlechtem Kartenmaterial und wurden dennoch nicht als richtige Piloten akzeptiert. Über diese Frau gibt es übrigens eine wunderbare Fernsehdokumentation. Um die Kurve zurückzu bekommen, diese besagte Mary Wilkens hat auf der rechten Seite im Cockpit ihre Unterschrift hinterlassen ! Ein wundervolles Zeitzeugnis von einer beachtlichen Frau. Es sind eben die kleinen Details die ein Flugzeug einzigartig machen.

 Das Jagdflugzeug wurde dann in Brise Norton getestet und sollte auf dem europäischen Kriegsschauplatz eingesetzt werden. Dem kam das nahe Kriegsende aber zuvor. Also hat man das Flugzeug demontiert und nach Australien gesandt. Australien befand sich noch im Kriegszustand mit Japan. Am 9.Dezember 1944 wurde das Flugzeug unter der taktischen Kennung A58-671 bei der RAAF eingegliedert. Wie das Schicksal so spielt, wurde aber der Jäger auch in Australien nie eingesetzt und wurde bereits 1948 mit knapp 3 Stunden auf der Fluguhr wieder aus den Registern gestrichen. Diese knapp 3 Stunden entstanden während der Testphase in England. Das Flugzeug war sodann zwischen 1944 und 1949 auf der RAAF base in Richmond eingelagert.  

Der erste zivile Eigner wurde 1949 das „Sydney Technical College“ in Ultimo. Dort verblieb das Flugzeug bis 1961. Es geht die Geschichte, dass das Flugzeug damals von der RAAF für 25 Pounds verkauft wurde. Leider hat der zivile Eigentümer es nie geschafft für dieses Flugzeug eine Fluglizenz zu erhalten. 1961 wurde das Flugzeug dann an Squadron Leader  Anthony J.R. „Titus“ Oates in Sidney als Restaurierungsobjekt verkauft, welcher diese Rarität 1963 aber an Sid Marshall in Bankstown weitergab. Dort verblieb das Flugzeug bis 1975. Der nächste Eigentümer war von 1975-77 Jack P. Davidson und von 1977-79 Brian A. Simpson.     

Der nächste Eigentümer war Robs J. Lamplough in Duxford/England. Er hörte vom dem Flugzeug und ging in erfolgreiche Preisverhandlungen. Nur waren seinerzeit Geldtransfers in gewissen Höhe nach Australien untersagt. Lamplough war aber ein sehr bekannter Sammler von historischen Rennautos, also lag ein Tauschgeschäft. Folgt man den Geschichten, dann tauschte Lamplough die Spitfire gegen 7 Lotus Rennwagen, wobei 2 davon die legendären JPS-Lotus waren. Die Rennwagen wurden versandt und im Gegenzug kam die Spitfire am 18.September 1979 auf dem Schiffsweg wieder zurück in ihr Geburtsland.  

John Hard of Charfield wurde zum Projektmanager in Sachen Restauration ernannt. John Hard arbeitet seinerzeit bei Rolls Royce und betrieb Flugzeugrestaurationen hobbymäßig. Die Schwirigkeit war also eher die „manpower“ eher das „wo“. Es sollte im Geheimen restauriert werden ohne Neugierige anzulocken. Das Flugzeug war selten, die Teile sehr rar. Es bestand also auch die Gefahr eines Diebstahls von Teilen. So wurde das Flugzeug auf einer RAF base bis 1983 zwischengelagert, also so lange bis die Lokalität, eine alte Knochenmühle in Charfield (Gloucester), für das Projekt klar war.  Die Maschine war mittlerweile auch als G-BKMI registriert, eben Robs J. Lamplough´s „The Air Museum North Weald Ltd.“ der Eigentümer. Das Flugzeug wurde über 11 Jahre hinweg mit tausenden von Mannstunden aufwändig restauriert (alleine der Flügel soll über 40.000 Mannstunden verschlungen haben). Da die alte Mühle für den Zusammenbau der Spitfire zu klein war wurden die Teile nach Filton verlastet und dort zusammengebaut.  

Am 28 Mai 1994 hob die Spitfire zu ihrem zweiten Erstflug wieder von britischem Boden ab.

Das Flugzeug hat übrigens auch eine cineastische Karriere hinter sich. Im Film „Pearl Harbour“ wurde diese Spitfire mit der Kennung „RF T“ in braun grünem Tarnschema für die Szenen auf dem englischen Flugplatz geflogen. 2001 erhielt die Spitfire die heutige Lackierung und Kennung ZX M und MT928.   

Im Jahr 2010 wurde dieses Flugzeug dann bekanntermaßen an MaxAlpha Aviation verkauft und wie erwähnt am 06.April 2010 in Empfang genommen. So schliesst sich der Kreis um ein höchst interessantes und seltenes Flugzeug mit viel Geschichte und Geschichten.

              

Der Walkaround !

overall view

     

           

  

        

in guter Gesellschaft .....

             

           

           

        

               

           

        

Rumpfwerk / airframe

     

        

           

Tragwerk / wingdetails

        

  

           

guncamera

wing underside

  

           

Querruder/ailerons

  

  

Landeklappen / flaps

           

  

        

        

     stencelling wing

     

Hauptfahrwerk / maingear

           

  

Spornfahrwerk / tailwheel

     

  

  

        

        

        

 

Cockpit

        

           

     

  

              

           

     

throttle

ein paar "Schmankerl" aus dem Cockpit

Die Fahrwerkskontrollleuchten sind recht hell, also wird das Ganze beim Nachtflug abgedunkelt. dazu kann man einen papierartigen Streifen aus dem Instrument ziehen und einhaken. Im Zentrum ist ein Loch gestanzt und gibt eine schwach leuchtende Birne frei. So wird der Pilot nicht geblendet ! Simple und tricky , aber eine geniale Lösung. Genial einfach, einfach genial !

        

Die Spitfire ist wohl das einzigste Flugzeug mit einer Hupe an Bord !!!!!!

  

Höhenruder / elevator

        

Seitenruder / rudder

           

     

Propellerblatt / propblade

Diese Spitfire ist die einzig bekannte Spitfire mit den Originalblättern aus der Ursprungsfertigung !

Typenschild

Old Lady

17.April 2010

Mike Nixon, einer der besten Merlin Kenner auf der Welt ist zu Gast und checkt die Maschine auf Herz und Nieren. Für mich der perfekte Moment der Lady unter das schöne Kleid zu sehen.

  

     

impressions 1.Juli 2010

  

 

Juli 2010 ... undergoing some maintenance ... Jose Flores at work

           

Maintenance im Oktober 2010

Die Spitfire bekommt neue Flächenkühler

        

     

     

        

     

Kinnkühlerdetails

     

        

        

  

impressions Mai 2011

           

     

Arbeiten am Merlin, hier Ventileinstellen durch Klaus und Felix an der Mk.VIIIc

April 2012

              

              

  

Revisionsarbeiten

        

        

  

Standläufe Juni 2012 / Vorbereitungen für Duxford

     

Arbeiten am Motor August 2012

     

     

           

     

     

  

Saisoneröffnung März 2013

Vorbereitung zum a-2-a mit Christian Brankamp

           

     

        

        

 

Details ..... hier der Schliessmechanismus der Cockpittüre

           

           

        

 
 

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•www.dorst-freiburg.de